Der geplante Törn sollte vom Ijsselmeer durchs Wattenmeer und über die Nordsee gehen. Von fünf geplanten Routen konnten wir, auf Grund der Wetterlage, eine Route im Uhrzeigersinn nehmen.
Wir, eine 3-Mann Crew, charterten in Stavoren eine „OCEANIS 37“. Zur Crew gehörten die FFF-Mitglieder Peter, Werner und Berthold.
Nachdem wir die Verpflegung für ein paar Tage gebunkert und die Jacht zum Segeln klar gemacht hatten, ging der erste Schlag bei schwachen Windverhältnissen nach Den Helder. Dort machten wir um 17:00 Uhr im „Royal Navy Yacht Club“ (Koninklijke Marine Jacht Club) fest. Die nächste Etappe sollte außen herum nach Oost-Vlieland gehen. Auf Grund des sehr schwachen Windes mussten wir durchs „Molengat“ südwestlich von Texel motoren. Auf der Nordsee bekamen wir dann etwas stärkeren Wind, der uns bis Oost-Vlieland nicht verlies. Nach einer Ortsbesichtigung des idyllischen Inseldorfes und einem guten Essen ging es am Abend wieder zum Schiff. Am nächsten Tag legten wir gegen Mittag ab und segelten nach West-Terschelling. Ursprünglich wollten wir das neu betonnte Fahrwasser durchs „Schuitengat“ nehmen, aber aufgrund der Zeit, die wir noch hatten, entschieden wir uns für den Umweg durch den „Slenk“. In West-Terschelling fand gerade ein Musik-Festival statt. Kurz nach dem Ablegen am nächsten Tag bekamen wir einen starken Regenschauer ab, der allerdings nur von sehr kurzer Dauer war. Von da an segelten wir, bei wiederum schwachen Windverhältnissen, durch den „Slenk“ und „Blauwe Slenk“ nach Harlingen. Dort machten wir im Zuiderhaven fest, was sich erst am nächsten Tag als Vorteil herausstellen sollte. In Harlingen machten wir einen kleinen Stadtbummel und einen Spaziergang zum Norderhaven (der wie immer sehr voll war). Während im Norderhaven nur zu jeder ½ Stunde die Brücken geöffnet werden, und dann das Gedränge sehr groß ist um den Hafen wieder zu verlassen, konnten wir aus dem Zuiderhaven ohne Aufenthalt durch die Brücke und Schleuse wieder ins Wattenmeer gelangen. Die Route ging weiter durch die „Boontjes“ nach Kornwerderzand. Um 10:30 Uhr passierten wir die Schleuse Kornwerderzand (Lorentz Sluis) und segelten nun in Richtung Medemblik, wo wir um 18:00 Uhr ankamen.
Am nächsten Tag segelten wir wieder gen Stavoren, wo wir gegen 16:15 Uhr ankamen. Dort ließen wir die Segelwoche bei einem guten Essen ausklingen. Während der ganzen Woche hatten wir meistens Windstärken um die
1-2 Bft.. Es gab nur kurze Momente, in denen wir über die Stärke 3 hinauskamen.
Insgesamt legten wir eine Strecke von 165 sm zurück.
Uns Dreien hat der Törn so gut gefallen, dass wir einen Segeltörn in diesem Revier wiederholen wollen. (Schiffsführer Berthold Schlosser)

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